Doppelhobel ist der Überbegriff für alle Hobel, die zusätzlich zum Eisen mit einer Klappe, also einem Spanbrecher versehen sind. Dieser Spanbrecher verhindert, dass das Holz vor der Schneide des Hobeleisens einreißt, indem der Span sofort gebrochen wird und sich deshalb nicht anhebt.
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Der Doppelhobel im Einsatz
Der Doppelhobel ist der gängigste unter den Hobeln, denn er ist universell einsetzbar. Eigentlich wird er gebraucht, um Flächen und Kanten zu glätten, nachdem die gröbsten Arbeiten abgeschlossen sind. Er wird also für die feineren Arbeitsgänge beim Hobeln verwendet, nicht jedoch für die Endbearbeitung. Allerdings kann der Doppelhobel auch problemlos dort bei groben Arbeiten eingesetzt werden, wo der Platz für die einen Schrupphobel oder eine Raubank nicht ausreicht, also bei kleineren Werkstücken. Je nachdem wie viel Spanabnahme gewünscht ist, lässt sich das Hobeleisen entsprechend einstellen. Er ist also praktisch universell einsetzbar. Wenn man also nur selten mit dem Hobel arbeitet, reicht es völlig aus, einen Doppelhobel zu haben, der im Ernstfall auch größere Hobel ersetzen kann.
Arten von Doppelhobeln
Die Welt der Doppelhobel ist relativ vielseitig. Denn einerseits gibt es Varianten mit Holzkörper und Keilwiderlager, der traditionellen Herstellungsweise. In diesem Fall wird das Hobeleisen mit einem Holzhammer eingestellt. Andere Varianten mit Holzkörper weisen eine Eisenfeineinstellung per Stellschrauben und Kipphebel auf. Die dritte Varianten sind Doppelhobel mit Gussmetallkörper, deren Eisen ebenfalls durch eine Reihe von Schrauben und Hebeln feineingestellt wird. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in der Länge (während der Holzdoppelhobel in der Regel eine Länge von 240 mm hat, wird der Metalldoppelhobel in Maßen von 230 mm bis xx mm gefertigt). Nicht zu vergessen ist natürlich das Gewicht – die metallenen Doppelhobel sind mit zwischen 1,5 und 3,7 kg um einiges schwerer als die Hobel mit Holzkörper. Schwerere Hobel haben den Vorteil, dass Sie den Hobel nicht so stark auf das Werkstück drücken müssen, er Ihnen bei Hobeln „hilft“. Die Hand kann aber relativ schnell ermüden, wenn es darum geht, keine waagrechten Flächen zu bearbeiten, sondern Kanten, Hirnholz oder schwer zugängliche Teile. Welche Art von Doppelhobel Ihnen am meisten zusagt, müssen sie selbst herausfinden. Da spielen einerseits finanzielle Fragen eine Rolle, aber auch die ganz persönlichen Vorlieben und Ansprüche des Handwerkers gegenüber seinem Werkzeug. Wichtig ist auf jeden Fall, das der Hobel gut in der Hand liegt. Dass das gewährleistet ist, haben sich manche Hersteller entschieden, die Doppelhobel speziell für Rechtshänder oder Linkshänder leicht asymmetrisch zu gestalten.